2 Monate in Bolivien

Hallo!

Ich bin jetzt seit genau 2 Monaten hier in Bolivien im Centro Social in Independencia.

In dieser Zeit haben wir schon Cadeca in Cochabamba kennengelernt und waren in La Paz um unser Visum zu beantragen.

Wir haben in dieser Zeit also einiges gesehen, z.B. wie sich die Natur im Laufe der Zeit veraendert hat. Wir sind ja mitten in der Trockenzeit angekommen, inzwischen hat es ein paar mal geregnet und man merkt gleich, wie alles gruener wird und in verschiedenen Gruentoenen erscheint…

Gleich in der ersten Woche in Inde haben Micha und ich in der Fussballmannschaft in einem offiziellen Spiel mitgespielt. Damals hat uns die duennere Luft noch ziemlich zu schaffen gemacht, mittlerweile haben wir uns schon sehr gut daran gewoehnt.

Vor 6 Wochen waren wir wie gesagt fuer 3 Tage in La Paz. Haben uns die Stadt angeschaut, die sehr schoen und interessant ist, ausserdem waren wir uns Tiwanaku anschauen, das nahe am Titicacasee ist.

Im Centro fuehle ich mich mittlerweile im grossen und ganzen sehr wohl. Die Mitarbeiter sind zum grossen Teil leider sehr ruhig und es faellt mir schwer, einen richtgen Zugang zu einigen zu finden, aber ich hoffe, das gibt sich mit der Zeit. Umso besser verstehe ich mich dafuer mit den Máedels im Centro. Sie sind alle total suess und liebenswert!

Auch haben wir schon zu einigen Jugendlichen aus dem Dorf Kontakte geknuepft.

Zur Zeit arbeiten Eli und ich im Kindergarten. Das heisst, sich Vormittags 4 Stunden um 3-6 jaehrige Kinder zu kuemmern. Die ersten 5 Wochen habe ich in der kleinen Gruppe mit 3-4 jaehrigen gearbeitet und Eli bei den “grossen”, jetzt letzte Woche haben wir getauscht und zwar so lange, bis in der ersten Dezemberwoche das Schuljahr zu Ende ist. Die Arbeit im Kindergarten macht auf jeden Fall total Spass, weil die meisten Kinder total nett sind.

Nachmittags haben wir dann Presente und abends Labores, d.h. Handarbeiten mit den Maedchen. Hab schon Struempfe gestrickt, Dulmen, also den traditionellen Haarschmuck gemacht und im Moment haeckel ich mir einen Schal.

Insgesamt gefáellt es mir also sehr gut, wobei natuerlich einiges noch ungewohnt ist, und Dinge, die fuer mich in Deutschland voellig normal sind, hier auf einmal eine ganz andere Wirkung haben… Zum Beispiel muss ich mich Abends, wenn ich weggehe abmelden und zu einer bestimmten Zeit wiederkommen… 🙂